#05 Zu Ende gedacht – Fundamentalistische Denkformen und ihre Nähe zum politischen Totalitarismus

  • Das berechtigte Anliegen des Bibelfundamentalismus
  • Ein Gedankenspiel: Was wäre, wenn alle…
  • „Schöne neue Welt“ auf christlich?

  • I. Das Absolute
    • Leitsatz 1: Die Bibel als Wort Gottes ist absolut
    • Leitsatz 2: Wahrheit ist ein-eindeutig
    • Einschub 1: Reformation

  • II. Die Autorität
    • Leitsatz 3: Das Wort muss klar gepredigt werden
    • Einschub 2: Regierungsform

  • III. Gehorsam
    • Leitsatz 4: Menschen müssen Gott gehorchen
    • Leitsatz 5: Der Feind kann überall sein
    • Einschub 3: Menschenbild

  • IV. Gestaltung der Welt
    • Leitsatz 6: Die Mission muss erfüllt werden
    • Leitsatz 7: Pluralismus schadet der Wahrheit
    • Leitsatz 8: Gottes Heiligkeit erfordert Reinigung
    • Einschub 4: Religion und Macht

  • Aufmerksam bleiben und Entwicklungen weiter reflektieren

Ein Gedanke zu „#05 Zu Ende gedacht – Fundamentalistische Denkformen und ihre Nähe zum politischen Totalitarismus“

  1. Sehr gelungene Vortragsreihe, nach der mir förmlich die Ohren jucken !
    (hoffentlich nicht im Sinne des Timotheus´schen Epistels, ja ja…)
    🙂
    Als ich mich vergangenes Jahr intensiv mit der Bibel zu beschäftigen begann und im Internet recherchierte, landete ich (Zufall ?) häufig bei -sagen wir mal- „biblizistischen“ Inhalten.

    Mittlerweile habe ich gelernt, auf bestimmte Signalwörter zu achten:
    Wenn jemand oder etwas das Prädikat „bibeltreu“ in Anspruch nimmt, klingeln bei mir erst einmal die Alarmglocken.
    Was mir erst in letzter Zeit richtig bewusst wurde ist meine (subjektive) Beobachtung, dass man die Handlungsanweisungen von Paulus geradezu überhöht und sie „vergesetzlicht“.

    Als ich in einer Internet- Diskussion meinte, man müsse die damaligen Gegebenheiten und die individuelle Situation des jeweiligen Empfängers eines Paulinischen Epistels im Blick haben, wurde mir der Griff zur „liberal-theologischen Giftspritze“ vorgeworfen und gesagt, ich würde Paulus „entmachten“…
    (Logik: Paulus als „Schreibmaschine“ bzw. „Pressesprecher“ Christi)
    Man müsse alle Aussagen von Paulus auf sich beziehen und 1:1 in die heutige Zeit übertragen, weil Gottes Wort für jedermann verständlich sein müsse, unabhängig von Intellekt und Bildungsstand.
    (dies scheint mir DAS „Totschlagargument“ für eine wörtliche Auslegung zu sein !)

    Ein bekannter (evangelikaler) Theologe aus der Schweiz verkündete einmal nicht ganz ohne Stolz, dass das „Gesetz Christi“ ja noch viel mehr Gebote enthalte als das mosaische Gesetz…
    (er will nach seiner Zählweise auf knapp 1000 gekommen sein, erwähnte er in einem Vortrag)

    Und natürlich helfe einem der heilige Geist, das alles (mehr oder weniger) einzuhalten,
    denn aus sich heraus könne man das ja nicht schaffen…
    Fragt sich nur:
    Was ist, wenn man es nicht schafft ?
    Dann kann es natürlich nur an einem selber liegen, Gott ist hier in jedem Fall exkulpiert,
    „freier Wille“ und so…sagen die jedenfalls die Arminianer die dem Vernehmen nach wohl mittlerweile die Mehrheit der „Evangelikalen“ ausmachen.
    (mit dem Konstrukt des „freien Willens“ ist die Welt dann in manchen „besonders frommen“ Kreisen auch schnell erklärt, wie mir scheint…)

    Daher ist die Feststellung in diesem Podcast, dass man letztlich damit allein gelassen werde, wenn es glaubensmäßig nicht so läuft oder man kein sichtbares „Leben in Heiligung“ zustande bringt, absolut richtig !

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