#07 Neun Einwände gegen Bibelfundamentalismus – Teil 1

Vorbemerkungen

  1. Es ist einfach zu kritisieren, wenn man zuvor ein hässliches Feindbild gezeichnet hat.
  2. Es besteht immer die Gefahr, in einen überheblichen Tonfall zu geraten.
  3. Bei aller Kritik bin ich mir meiner eigenen Perspektive bewusst.
  4. Was ich der bibelfundamentalistischen Position nicht vorwerfe.
  5. Meine Einwände oder kritischen Anfragen zielen auf die theologische Gedankenstruktur.

Einwände

  1. Bibelfundamentalismus macht die Bibel auf künstliche Weise unangreifbar.
  2. Bibelfundamentalismus beruft sich zu Unrecht auf Martin Luther und auf die altkirchlichen Bekenntnisse.
  3. Bibelfundamentalismus macht aus Gottes Wort ein magisches Sprachspiel.
  4. Bibelfundamentalismus steht mit seinem dinghaften Wahrheitsverständnis im Kontrast zum hebräischen Denken.
  5. Bibelfundamentalismus fällt mit seinem Verständnis von einer feststehenden Geschichte zurück in ein mythologisches Weltbild.

Fortsetzung folgt

2 Gedanken zu „#07 Neun Einwände gegen Bibelfundamentalismus – Teil 1“

  1. „Bibelfundamentalismus macht aus Gottes Wort ein magisches Sprachspiel.“ – Treffender kann man das Dilemma kaum beschreiben. Ich habe selbst eine evangelikale Vergangenheit, von der ich mich mühsam über Jahre befreit habe.

    „Bibelfundamentalismus steht mit seinem dinghaften Wahrheitsverständnis im Kontrast zum hebräischen Denken.“ – Für mich DER Hemmschuh, an dem gegenwärtige Theologie krankt. Mir war es vergönnt, eines der äußerst raren Exemplare von Thorleif Bomanns „Das hebräische Denken im Vergleich mit dem griechischen“ zu ergattern. Ich habe es mit großer Genugtuung gelesen. Wenig später habe ich Guido Baltes (von ihm ist u.a. „Jesu der Jude“) kennengelernt, der mir zum jüdischen Jesus weiter die Augen geöffnet hat.

    Mittlerweile genieße ich es sehr, mehr aus Perspektive der Religionsphilosophie die Dinge anzugehen. Und das auch öffentlich in Verbindung mit einer sinnlich-genussvollen Seite: https://catecheria.org

    Übrigens sehr im Geiste Deiner Podcasts. Da sind wir ganz Brüder im Geiste.

    1. Hallo Dirk,
      danke für deine Rückmeldung und die Gedanken dazu. Viel Erfolg weiterhin bei eurem kulinarisch-religionsphilosphischen Angangsweg… 😉
      Grüße von Jens

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